Kirchen-und Kulturzentrum "Christuskirche", Omsk
(Westsibirien)




Die Christuskirche ist der erste Kirchenneubau in Russland seit der Oktoberrevolution. Sie spielt für die noch verbliebenen, seit Generationen hier lebenden Deutschen eine bedeutende Rolle, weil sie Mittelpunkt ihres Zusammenlebens und Ort deutsch-russischer Begegnung ist.

 



Die Realisierung des Kirchenzentrums ist ein Beispiel erfolgreicher deutsch-russischer Gemeinschaftsarbeit. Es entstand aus der Zusammenarbeit eines deutschen Architekten mit dem Stadtbaurat in Omsk sowie einem russischen Ingenieurbüro. Die Ausführung übernahmen ortsansässige Firmen mit ortsüblichen Materialien.


Die Christuskirche wurde mit dem 3. Preis im Allrussischen Architektenwettbewerb in Moskau 1996 ausgezeichnet und ist in zahlreichen Veröffentlichungen in Deutschland und Russland erwähnt. 

"Die räumlich-konstruktive Gestaltung dieses Kirchenraumes erinnert aber auch an
eine geistig wie materiell ähnlich schwierige Zeit, an das zerstörte Deutschland,
als 1948 eine Anzahl sogenannter Notkirchen gebaut wurden. Der Architekt dieser
insgesamt 48 Kirchen, Otto Bartning, selbst ein sprachmächtiger „Prediger“,
schrieb damals: „ Die Kirchen sind unscheinbar nach außen, ein wenig wehrhaft, doch erscheinen sei als erste Zeichen erneuerter uralter Ordnung. Sie sind schlicht im Inneren ... Alle Menschen werden klar und einfach, demütig stolz in diesem Raum. Und es bildet sich Gemeinschaft."  

"Die Notkirche entwickelt ihr eigenes Gesetz, das oft ohne unser Wissen uns gezwungen hat, standfest und sparsam zu bauen, weder überheblich noch mutlos, weder althergebracht noch geistreich, sondern einfach und ehrlich zu bauen. So musste Stein hier unverputzter Stein, Holz gewachsenes Holz und Stahl unverkleideter Stahl sein...“

Dietmar Brandenburger
Architekturkritiker

 


Die Kirche zur Einweihung 1994

 


Ansicht Süd-West

 

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